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Blasenentzündungen werden auch als Harnwegsinfektionen bezeichnet und werden durch Bakterien ausgelöst. Zu den Symptomen gehören Probleme beim Wasserlassen, Harndrang und Schmerzen. Unbehandelt kann eine Blasenentzündung zu einer Nierenbeckeninfektion führen. Aber wie kommt es zu überhaupt zu einer Blasenentzündung?

Nie mehr Blasenentzündungen – die besten Tipps!

Blasenentzündungen sind unangenehm: Jede zweite Frau leidet mindestens einmal in ihrem Leben an Bauchweh, Schmerzen und Brennen beim Wasser lassen. Aber welche Faktoren begünstigen eine Blasenentzündung? Was hilft dabei, sie wieder loszuwerden und was kann man tun, damit sie nicht wiederkommt? Diese Fragen habe ich Julia von Blase für Fortgeschrittene in der neuesten Folge meines Podcasts gestellt. Die Antworten, sowie Tipps, wie du eine Blasenentzündung vermeiden kannst, findest Du hier.

Du willst die Informationen zum Thema Blasenentzündungen lieber anhören statt lesen? Dann hör doch mal hier rein:

Blasenentzündung – was ist das eigentlich?

Blasenentzündungen werden auch als Harnwegsinfektionen bezeichnet und entstehen durch Bakterien, die in deinen Harnleiter und anschließend in die Blase gelangen. Zu den Symptomen gehören Probleme beim Wasserlassen, Harndrang und Schmerzen. Personen mit einem geschwächten Immunsystem sind anfälliger für Blasenentzündungen, es spielen aber noch einige weitere Faktoren eine Rolle.

Was kann eine Blasenentzündung auslösen?

Mit einem geschwächten Immunsystem ist man bereits anfälliger für Blasenentzündungen. Verbunden mit einem ungesunden Lebensstil, Kälte oder Sex, können Infektionen sogar noch häufiger auftreten. Doch schauen wir uns die unterschiedlichen Faktoren, die eine Blasenentzündung auslösen können, einmal etwas genauer an:

 

Psyche und Blase

Wenn es dir psychisch nicht gut geht, kann das Auswirkungen auf deinen gesamten Körper haben. Vielleicht kennst du das: Bei Stress bekommen manche von uns Kopfschmerzen oder Verdauungsbeschwerden. Aber auch die Blasenentzündung kann ein Signal deines Körpers sein, dass etwas nicht in Ordnung ist. Lasten Probleme auf dir und du verdrängst diese Gefühle, kann deine Blase darauf reagieren. Wenn du also immer wieder unter Blasenentzündungen leidest und nichts zu helfen scheint, dann gibt es vermutlich einen Umstand in deiner Lebenssituation, den du ändern solltest.

 

Blasenentzündung durch Kälte

Der wohl bekannteste Grund für Blasenentzündungen ist Kälte. Gerade beim Baden heißt es aufgepasst: Die Kombination aus einem nassen Bikini und Wind begünstigt, dass sich Bakterien in der Blase schneller einnisten können. Aber nicht nur mit Badekleidung ist Vorsicht angesagt: Generell kann zu leichte Bekleidung, das Sitzen auf kaltem Untergrund oder vor einer Klimaanlage schnell dazu führen, dass du eine Blasenentzündung bekommst.

 

Auch durch Sex Toys, Menstruationstassen oder Diaphragmen können Blasenentzündungen entstehen.

Auch durch Sex Toys, Menstruationstassen oder Diaphragmen können Blasenentzündungen entstehen.

Sex fördert Blasenentzündungen

Die Blasenentzündung wird oft auch als Honeymoon-Krankheit bezeichnet – und das nicht von ungefähr: Sex ist tatsächlich der häufigste Auslöser von Blasenentzündungen. Denn durch den eindringenden Penis die gelangen Bakterien in den Körper – und somit oft auch in die Blase. Ist zu diesem Zeitpunkt auch noch dein  Immunsystem angeschlagen, kann das schnell zu einer Reizung oder Entzündung deiner Blase führen. Auch Sex mit voller Blase begünstigt eine Infektion.

Aber nicht nur Sex ist ein Problem: Generell kann alles, was Du in die Vagina einführen kannst, eine Blasenentzündung auslösen. Dazu gehören neben Sexspielzeugen auch die Menstruationstasse, das Diaphragma und auch Tampons.

 

Pille begünstigt Blasenentzündungen

Viele Frauen erleben eine Blasenentzündung gehäuft in der Zeit, in der sie auch die Antibabypille oder eine andere Form der hormonellen Verhütung einnehmen, denn leider ist dies eine häufige Nebenwirkung. Oft verbessern sich die Beschwerden, sobald die Hormone wieder abgesetzt werden. Bei manchen Frauen wird die Blase aber nach dem Absetzen auch empfindlicher – und Betroffene haben das Gefühl, sie noch intensiver zu spüren.

 

Vagina, Darm und Blase

Ein höheres Risiko für Blasenentzündungen entsteht, wenn die Vaginalflora nicht in Balance ist oder es Probleme mit der Darmflora gibt. Da alle Organe so nah beieinander liegen, profitiert die Blase von einem gesunden Darm und einer gesunden Vagina.

 

Was tun bei akuter Blasenentzündung?

Was kann ich tun, wenn ich mir eine akute Blasenentzündung eingefangen habe? Viele lassen sich von einer Ärztin oder einem Arzt Antibiotika verschreiben, allerdings sollte das nicht der erste Schritt sein, da Antibiotika durchaus Probleme verursachen: Sie töten deine gesunden Darmbakterien ab und schaden so auch deiner Darmflora.

Bevor du also zum Antibiotikum greifst, gibt es einige gute Hausmittel, welche die Beschwerden lindern können. Die 3 zentralen Tipps zur Behandlung einer Blasenentzündung lauten: viel trinken, warm halten und aufs Klo gehen.

Blasentees helfen ebenfalls dabei, einer Blasenentzündung vorzubeugen.

Auch wenn viele bei einer Blasenentzündung das Trinken eher vermeiden, weil man wegen den Schmerzen nicht auf Toilette möchte, ist es sehr wichtig, die Bakterien auszuspülen. Trinke am besten nichts Kaltes, sondern warmes Leitungswasser, Kräutertees oder warmes Wasser mit Zitrone.

Zu den Heilkräutern, die du in Form eines Tees zu dir nehmen kannst, gehören Brennnesselblätter, Birkenblätter, Löwenzahn und Schafgarbe. Lege dir eine Wärmflasche auf den Bauch – das regt die Durchblutung an und wirkt harntreibend.

Außerdem solltest du Koffein und Alkohol während einer akuten Blasenentzündung unbedingt meiden. Wenn die Beschwerden nach zwei Tagen nicht besser werden, gehe auf jeden Fall zum Arzt um, eine Nierenbeckenentzündung auszuschließen.

 

Hilft Cranberrysaft bei Blasenentzündungen?

Auch wenn er immer wieder als Heilmittel bei Beschwerden mit der Blase angepriesen wird: Bisher gibt es keine aussagekräftige wissenschaftliche Untersuchung, die die Wirksamkeit von Cranberrysaft bei einer Blasenentzündung bestätigt.

Natürlich spricht aber nichts dagegen, den Saft zu trinken, wenn du das Gefühl hast, dass er dir trotzdem hilft. Oft ist dieser Saft nur sehr stark gezuckert, weshalb ich dir empfehle, ihn mit Wasser zu einer Saftschorle zu verdünnen.

Wie beuge ich einer Blasenentzündung vor?

Die Blasenentzündung hast du gut überstanden, aber was kannst du tun, damit sie nicht wiederkommt? Das Wichtigste zuerst: Höre auf deinen Körper, stärke dein Immunsystem und tue dir durch eine ausgewogene und vielseitige Ernährung etwas Gutes.

Es ist außerdem sehr wichtig, dass du immer genug trinkst, bestenfalls 2 Liter täglich, im Sommer auch mehr. Wenn du nicht so gerne Wasser trinkst, pepp dein Wasser doch mit etwas Zitronensaft oder gefrorenen Beeren auf. Du kannst auch versuchen, öfter Suppe zu essen, Blasentees zu trinken oder dir einen Smoothie mit Gurke oder Wassermelone machen. Viel zu trinken ist das beste, was du für eine gesunde Blase tun kannst, denn diese braucht genügend Flüssigkeit, um gut durchgespült zu werden.

Warm halten: Kuschelsocken und Wärmflasche können bei einer Blasenentzündung helfen.

Warm halten: Kuschelsocken und Wärmflasche können bei einer Blasenentzündung helfen.

Wenn du kälteempfindlich bist, achte besonders darauf, deine Blase warm zu halten. Trage zum Beispiel im Sommer unter Kleidern oder Röcken noch eine bequeme Shorts und nimm dir zum Baden Wechselkleidung mit. Leidest du während der Periode vermehrt unter Blasenproblemen, achte auch hier darauf dich durch Wärmflaschen und Kuschelsocken warm zu halten. Dein Körper ist in dieser Zeit geschwächt und braucht Ruhe.

 

Blasenentzündung durch Sex verhindern

Hast du ein aktives Sexleben, gibt es ein paar Dinge, die du beachten solltest, um Infektionen zu vermeiden. Gehe nach dem Sex unbedingt aufs Klo, um die Bakterien, die durch die Penetration in deine Blase gelangen, wieder auszuspülen.

Top Tipp: Trinke nach dem Sex ein Glas D-Mannose, das ist eine besonders hilfreiche Zuckerart. Sie verhindert, dass die Bakterien an der Blasenschleimhaut haften bleiben und sorgt dafür, dass diese einfach ausgespült werden. Am besten vermischt du 2 Gramm D-Mannose auf einen viertel Liter Wasser. D-Mannose bekommst du zum Beispiel hier.

Hast du regelmäßig Sex ohne Kondom, kann das Sperma in deiner Vagina dazu führen, dass der pH-Wert sich verändert – das merkt man sehr schnell am Geruch der Scheide. Dies kann zum Problem werden, da so Keime Schaden anrichten können, was sich auch auf die Blase auswirken kann. Um den pH-Wert auszugleichen, helfen dir Scheidenkapseln, die du nach dem Sex in deine Vagina einführen kannst. Aber bitte nicht jede Woche, sondern maximal einmal im Monat. Passende Scheidenkapseln bekommst du zum Beispiel hier.

 

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